Was wir schon alles geschafft haben!

Was wir schon alles geschafft haben!

Der Verein SegelVision ist noch jung aber unsere Pläne sind groß!

Nach unserer Vereinsgründung im Juni 2016, haben wir intensiv an der Satzung gefeilt. Es musste schließlich für unsere Aufgabenstellung und das Finanzamt passen, damit unsere Zwecke als „förderungswürdig“ anerkannt wurden.

Wir sind nun ein gemeinnütziger Verein!

Spenden wirken sich damit u.a. bei Mitgliedern und Spendern steuermindernd aus.

Weiter ging es mit der Suche nach einem passenden Schiff, um aus unserer Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Wir sind für Bootsbesichtigungen bisher nach Bremen, Harlingen/Niederlande, Flensburg, Egernsund/Dänemark, Kiel und Laboe gereist. Bisher sind hierfür über 4.500 km zusammengekommen. Am Besten geeignet erscheinen uns zwei Holzschiffe mit jeweils ca. 22 Meter Gesamtlänge. Das Eine ist in Flensburg beheimatet und das Andere in Laboe. Und das Schiff aus Laboe ist für uns derzeit die erste Wahl. Die groben Eckpunkte haben wir bereits mit dem Eigner besprochen – Wir waren uns hier bereits einig!

Da es mit großen Schritten vorwärts ging, haben wir uns auch der „GSHW – Die Gemeinsame Kommission für Historische Wasserfahrzeuge“ angeschlossen. Die GSHW ist der Dachverband für deutsche Traditionsschiffe in Fahrt, und in vielen Bereichen ein sehr wertvoller Ansprechpartner.

Das alles ist Grund genug die Korken knallen zu lassen.

Aber Stop – Wir durften uns nicht zu früh freuen. Als wir dachten die scheinbar schwerste Hürde genommen zu haben, kam eine viel Schwerere hinzu. Der neue Entwurf für die Sicherheitsrichtlinie durch das Bundesverkehrsministerium!!! Klingt ja zunächst positiv, denn Sicherheit möchten alle und wir natürlich auch. Leider suggeriert der Neuentwurf Handlungsbedarf, den es so nicht gab oder gibt. In den vergangenen 14 Jahren waren es lediglich zehn Vorkommnisse, die zu einer offiziellen Untersuchung führten. Hierunter fielen Fälle wie einfaches Festfahren, Getriebeprobleme, Geschädigter bei einer Kollision, technisches Versagen an Ankerkurbel etc.

Die neue Sicherheitsrichtlinie hätte an diesen Vorkommnissen kaum etwas geändert. Wer sich stärker hierfür interessiert, kann das gerne unter anderem hier und hier nachlesen.

Die traurige Tatsache, wenn das Gesetz so in Kraft tritt, wäre dass an die Traditionsschiffe Sicherheitsanforderungen aus der Berufsschifffahrt gestellt würden, die sie aufgrund ihrer Bauart und ihres Alters nicht erfüllen könnten. Die neuen Regelungen würden lediglich dazu führen, dass ca. 80% der Traditionsschiff-Flotte ausgemustert werden müsste und damit als maritimes Kulturgut für immer verloren wären. Unser favorisiertes Schiff würde dann auch hierunter fallen. Und wie würde ein Hamburger Hafengeburtstag, die Kieler Woche, oder Hanse Sail Rostock ohne die Traditionsschiffe aussehen?

Auch die Anforderungen an die Mannschaft (Crew) ließe sich kaum erfüllen. Ärztliche Untersuchungen und medizinische Ausbildung nach Standards für Kapitäne und Offiziere auf Berufsschiffen sollen eingeführt werden. So auch für den ehrenamtlichen Skipper und seiner Crew für beispielsweise einen 15-Meter Traditionssegler mit 12 Personen an Bord. Das geht deutlich über das Ziel hinaus. Das alles und noch viel mehr, obwohl die deutschen Anforderungen teilweise über den internationalen Vorschriften liegen.

An dieser Stelle kam mir mal kurz der Gedanke den neuen Verein aufzulösen, da sich das Projekt offensichtlich nicht realisieren lässt. Aber wir heißen ja nicht SegelTraum sondern SegelVision. Und Visionen sind größer und stärker als Träume. Wir folgen unserer Vision, entwickeln sie und passen sie an die Erfordernisse an, bis wir sie realisieren können.

Wie geht es also weiter?

Wir schauen nun sehr genau wie sich der Gesetzentwurf verändert bis er in Kraft tritt. Parallel prüfen wir alternative Konzepte, Fahrgebiete und sogar das Verlegen des Heimathafens (Ausflaggen). Was nichts daran ändern wird, dass unsere Crew gut ausgebildet wird und u.a. in der Lage sein wird, im Ernstfall Erste Hilfe zu leisten. Außerdem werden wir natürlich über die erforderliche Sicherheitsausrüstung verfügen. Wir sind trotz Allem weiterhin im Dialog mit dem Eigner von ALEXA und können den Kauf tätigen, wenn die Sicht wieder etwas klarer wird. Unsere Vision steht: „Gemeinsam werden wir ein Traditions-Segelschiff anschaffen, und damit die besonderen Kenntnisse und Fertigkeiten der traditionellen Seemannschaft vermitteln, und für nachfolgende Generationen bewahren“.

Was kannst du tun?

Uns unterstützen 🙂 Mit deiner Mitgliedschaft im Verein wächst unsere Gemeinschaft. Du wärst ein Teil hiervon und stärkst diese.

Wir können zusätzlichen Sachverstand und Tatkraft gebrauchen. Beispielsweise zu Bestimmungen von Traditionsschiffen in anderen EU-Ländern und der traditionellen Seefahrt im Allgemeinen.

Als junger Verein sind wir sehr auf Spenden angewiesen. Die Beratung und Erstellung des Kaufvertrags kostet, ebenso wie die vielen fachkundige Beratungen. Und dann noch die wichtigste Investition – Unser Schiff!

Mit deiner Spende fließt zu 100% in den unseren gemeinnützigen Verein und unsere Projekte.

Bei Fragen melde dich einfach – Aber auch sonst stehen wir dir jederzeit zur Verfügung.


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