Ich segele seit 15 Jahren, vorwiegend in der Region, westliche Ostsee, Belte, Sund und Dänische Südsee, wenn ich nicht gerade mit Jollen unterwegs bin und habe SKS und alle Funkscheine – trotzdem segele ich für meinen Geschmack viel zu wenig.

Das Angebot, über Himmelfahrt, für mich erstmalig auf einem Traditionssegler, an drei Regatten teilzunehmen, hat mich direkt „angesprungen“. Ich hatte – außer Spaß haben – keine Erwartungen an den Törn und war sehr gespannt auf das, was mich erwarten würde.

Der Platz zum Schlafen ist schon beengt – insbesondere im Vergleich zu modernen Yachten: Wir schliefen zu vier Männern im Salon. Ohrenstöpsel und das Erlebnis, auf einem Traditionsschiff zu fahren, macht das aber allemal wett; die Erfahrung, mit wie wenig Komfort wie viel Spaß verbunden sein kann, ist schon sehr beeindruckend; man sollte aber halt offen für eine solche Erfahrung sein. Es ist der Umgang mit den sogenannten Unzulänglichkeiten – die eigenen, die der Anderen und die der Umgebung, die den Reiz einer solchen Fahrt ausmacht: Es zählt nicht, was du bis oder hast, sondern, wie du dich in deiner Umgebung verhältst. Insofern bringt mich ein solcher Törn, mehr als alle bisher, zu den wesentlichen Aspekten des Segelns.

Fazit: Ich bin begeistert! Tolles Schiff, auch wenn wegen Reparatur der Besan gefehlt hat (hat aber kaum Einfluss auf die Höchstgeschwindigkeit gehabt), fähiger und souveräner Skipper, tolle Crew und insgesamt eine klasse Zusammenstellung der Regatten: Herings-, Flensburg Fjord- und Rum-Regatta.

Ich werde jedenfalls sicherlich wiederkommen und freue mich schon jetzt drauf.