Haikutter Regatta und Hanse Sail 2017

Haikutter Regatta und Hanse Sail 2017

Die ersten Törns liegen hinter uns – Zeit für einen kleinen Rückblick.

Die Crew traf sich am 06.08.2017 auf der ALEXA in der Werft in Rødbyhavn. Eine gemischte Gruppe aus neuen Leuten und ALEXA-Erfahrenen.  Die Stimmung kann ich als eine Mischung aus Gelassenheit, Neugierigkeit und Vorfreude beschreiben.

Die Arbeiten an Bord waren zwar noch nicht komplett abgeschlossen, aber das Wichtigste konnten wir erledigt. Der Rest wurde unterwegs fertigstellt. Wir wollten schließlich zur Haikutter Regatta nach Nysted/Dänemark aufbrechen. Montagmorgen hieß es dann „Leinen los“.

Haikutter Festival und Haikutter Regatta

Nysted ist ein kleines, gemütliches Örtchen im Süden von Lolland. Hier fand nun bereits zum neunten Mal das Haikutter Festival und die dazugehörige Regatta statt. Als wir in den Hafen einliefen, erkannten wir schon die ersten Haikutter. Das Bild das sich uns bot war überragend! An Land waren Zelte aufgebaut und man konnte sich im Stecken von Knoten üben. Alles sehr unaufgeregt und entspannt und deshalb schön. Auf dänisch würde man das wohl „hyggeligt“ nennen. Am nächsten Abend spielte die Band Pyrates erstklassige Folk Musik im eigenen Stil und brachte das Zelt zum toben.

Am Mittwoch kamen morgens die ersten Gäste an Bord um mit uns die Haikutter Regatta nach Rostock zu segeln. Die Sonne lachte genauso fröhlich wie die Crew und Gäste. Wir hatten alle einen tollen Tag auf See. Nur segeln konnten wir mangels Wind nicht die ganze Zeit. Die Regatta wurde deshalb auch früher beendet – aber wir haben alles gegeben.

Dafür haben wir dann auch den Preis als „Last ship home“ zusammen mit der roten Laterne bekommen und ihn mit Würde entgegengenommen. Ein grandioser Tag ging zu Ende und den Gästen hat es sehr gefallen.

Hanse Sail Rostock

Nach einem Ruhetag folgten drei Tage auf der Hanse Sail in Rostock. Der Anblick von fast 200 Traditionsschiffen beim Ein- und Auslauf ist gigantisch und lässt das Herz von Wasser- und Segelfreunden höher schlagen. Übertroffen wurde es nur vom Anblick der Schiffe auf See – unter vollen Segeln.

Als unsere Segel mit der Unterstützung unserer Gäste nach oben gebracht und der Motor ausgeschaltet wurde, passiert etwas ganz besonderes. Es kehrt plötzlich eine Stille und friedvolle Atmosphäre ein. Die Gesichtszüge unserer Mitsegler entspannten sich. Alle schwelgten in ihren Gedanken und beobachteten die See mit den Schiffen. Der Erholungsfaktor an dieser Stelle ist kaum messbar.

Auch die Gespräche an Bord waren immer wieder sehr interessant und nie oberflächlich. Eine Bereicherung waren auch unsere Nachbarn am Liegeplatz in Rostock – Die Nordlys.

Am Montag, ging es ein wenig erschöpft zurück nach Laboe. Der Tag auf See war aber wieder mit traumhaften Wetter gesegnet und später auch mit gutem Wind.

Was bleibt

Nach ein bis zwei Tagen merkte ich eines ganz deutlich –  Es bleibt mehr an Eindrücken und Erfahrungen hängen, als es zunächst scheint. Bei unserem Projekt geht es um viel mehr als ein altes Schiff zu erhalten und zu segeln. Wenn sechs Menschen aus unterschiedlichen Generation, zehn Tage auf engstem Raum zusammen sind und sich kein Lagerkoller einstellt, es keine Reibereien gibt, dann hat sich ein tolles Team gebildet.

Auch die See machte etwas mit mir. Meist war sie ruhig und freundlich, manchmal etwas kappelig, windig und windarm. Sonne. Regen. Manchmal auch alles an einem Tag. Nichts bleibt wie es ist – alles verändert sich. Was blieb mir also übrig, als die Situationen so anzunehmen wie sie kamen? Auch wenn ich nicht immer die Sonne oder das Segeln genießen konnte. Denn während der Fahrten stehen immer wieder kleinere Arbeiten an.

Mir hat es großen Spaß gemacht und die Eindrücke sind noch sehr präsent. So auch meine innere Zufrieden- und Ausgeglichenheit. Ich freue mich schon auf den nächsten Törn.

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